Seit kurzem ist der neue Sozialbericht der Bundesregierung verfügbar. Einige Daten:
- Nur 2% der Menschen verfügen über Spareinlagen über 50’000 Euro. So viel zum Thema Mittelschicht!
- Jeder fünfte Haushalt mit mindestens drei Kindern ist von Armut bedroht. Aufgrund der Kürzungen der Familienbeihilfe ist damit zu rechnen, dass sich die Situation verschlimmert. (Wobei hier anzumerken ist: Was Armut ist und was nicht, bedarf einer eigenen Diskussion. Viele Menschen leben nicht besonders gut, gelten laut Statistik aber nicht als arm).
- Insgesamt ist eine Million Menschen armutsgefährdet, also 12,4% der Bevölkerung.
- Die Erträge aus Vermögen und Unternehmen sind deutlich stärker gewachsen als die Löhne der ArbeiterInnen.
Diese Situation ist nicht spezifisch österreichisch. In Deutschland beispielsweise besitzen die obersten 5% der Vermögenden einen Anteil am gesamten Nettovermögen von 46% – die obersten 1% sogar über 23%.
Das alles ist nicht überraschend: Im Kapitalismus geht es darum, dass die Reichen reicher werden – und die Armut der Lohnabhängigen ist das Mittel dazu. Eine grundsätzliche Veränderung dieser Situation ist in einem marktwirtschaftlichen System nicht machbar.
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